Musik, die Räume füllt: Abteikonzerte 2026 in Marienstatt erleben

Geführter Konzertzyklus im historischen Ambiente der Abteikirche: Orgel-, Kammer- und Chormusik mit namhaften Interpreten von März bis November.

06. März 2026
Die große Orgel der Abteikirche Marienstatt prägt mit ihrem imposanten Pfeifenprospekt den Kirchenraum und bildet den klanglichen Mittelpunkt zahlreicher Konzerte des Jahres. Foto: Musikkreis Abtei Marienstatt
Die große Orgel der Abteikirche Marienstatt prägt mit ihrem imposanten Pfeifenprospekt den Kirchenraum und bildet den klanglichen Mittelpunkt zahlreicher Konzerte des Jahres. Foto: Musikkreis Abtei Marienstatt

Zwischen romanischen Mauern, unter hohen Gewölben und getragen von einer besonderen Akustik entfaltet sich auch 2026 wieder ein anspruchsvolles Konzertprogramm in Marienstatt. Der Marienstatter Musikkreis hat den neuen Zyklus der Abteikonzerte vorgestellt und setzt erneut auf musikalische Vielfalt, namhafte Interpreten und eine enge Verbindung von Raum, Werk und Aufführung. Über das Jahr hinweg werden Abteikirche und Annakapelle so zu festen Stationen im regionalen Kulturkalender. 

Einen eindrucksvollen Akzent setzt das Programm in der Passionszeit. Am Sonntag, 22. März, gestaltet das Vokalensemble Opella Nova ab 15.15 Uhr in der Abteikirche eine musikalisch-literarische Passion. Geistliche Vokalmusik aus verschiedenen Epochen verbindet sich mit ausgewählter Lyrik zu einem dichten, nachdenklichen Konzertformat, das der besonderen Stimmung dieser Zeit Rechnung trägt.

Festlich und klanggewaltig präsentiert sich das Osterkonzert. Am Ostermontag, 6. April, gastiert das Leipziger Blechbläserquintett emBRASSment gemeinsam mit Organist Jonas Schauer beim „Osterjubel in Blech XXV“. Werke der Romantik und Spätromantik entfalten dabei ihre Wirkung im weiten Raum der Abteikirche. Wenige Wochen später, am 26. April, steht ein kammermusikalischer Kontrast auf dem Programm: Panflötistin Hannah Schlubeck musiziert gemeinsam mit Harfenistin Johanna Ebert und spannt einen musikalischen Bogen von barocken bis zu modernen Klangfarben. 

Kammermusik prägt auch den Pfingstmontag, 25. Mai. In der Annakapelle des Gymnasiums Marienstatt ist das Trio Affettuoso zu hören. Mit Violine, Violoncello und Klavier widmen sich die Musiker Werken der Romantik und setzen damit einen bewusst intimen Gegenpol zu den großen Kirchenkonzerten.

Ein fester Höhepunkt des Konzertjahres ist die Orgelnacht mit Illuminationen am Freitag, 31. Juli. Regionalkantor Werner Parecker gestaltet den Abend mit eigenen Kompositionen, Improvisationen und bekannten Orchesterbearbeitungen. Licht und Klang treten dabei in einen besonderen Dialog, der die Abteikirche neu erfahrbar macht. 

Im September rückt die Orgel erneut in den Mittelpunkt. Das Orgeltriduum beginnt am 6. September mit der Pariser Organistin Mélodie Michel. Am 11. September folgt ein Konzert von Jan Liebermann aus München. Den Abschluss bildet am 13. September ein vierhändiges und vierfüßiges Orgelkonzert mit Ute Gremmel-Geuchen und Heinz-Peter Kortmann, das den besonderen Reiz des Instruments in den Vordergrund stellt.

Chormusik setzt im Herbst markante Akzente. Am 27. September führt der Kammerchor Marienstatt unter der Leitung von Veronika Zilles die „Petite messe solennelle“ von Gioacchino Antonio Rossini auf – ein Werk von großer klanglicher Dichte und spiritueller Tiefe. Als herausragender Programmpunkt gilt das Konzert des Männerensembles der Augsburger Domsingknaben am 11. Oktober. Unter der Leitung von Domkapellmeister Stefan Steinemann erklingen Werke aus mehreren Jahrhunderten der Chormusik; ergänzend ist die Rieger-Orgel konzertant zu hören. 

Den Abschluss des Konzertjahres bildet am 29. November das Adventskonzert mit dem Forum Vocale Rhein/Sieg. Gemeinsam mit Organist Günter Schürmann spannt das Ensemble einen weiten musikalischen Bogen vom Frühbarock bis zur Romantik und stimmt damit auf die Adventszeit ein. red

Weitere Informationen: www.abtei-marienstatt.de (Musikkreis)
Musikkreis: Tel. 02662/9535400
musikkreis@abtei-marienstatt.de