Stimmen der Natur: Naturschutzinitiative lädt zu Naturerlebnissen im Westerwald

Geführte Exkursionen, Wanderungen und Wildtier-Events 2026: Vogelgesang, Wolf, Biber, Wildkräuter und unberührte Lebensräume im Westerwald entdecken.

06. März 2026
Der Mittelspecht (Dendrocopos medius) ist ein typischer Bewohner strukturreicher Laubwälder und gilt als wichtiger Indikator für naturnahe, alte Baumbestände. Foto: Harry Neumann, Naturschutzinitiative e. V. (NI)
Der Mittelspecht (Dendrocopos medius) ist ein typischer Bewohner strukturreicher Laubwälder und gilt als wichtiger Indikator für naturnahe, alte Baumbestände. Foto: Harry Neumann, Naturschutzinitiative e. V. (NI)

Wenn im Frühling Vogelgesang die Flusstäler erfüllt und sich im Sommer Wälder und Moore von ihrer artenreichsten Seite zeigen, wird der Westerwald zum Lern- und Erlebnisraum. Genau hier setzt das Veranstaltungsprogramm 2026 der Naturschutzinitiative e.V. an. Mit Exkursionen, Führungen und fachlich begleiteten Wanderungen lädt der Verband dazu ein, heimische Lebensräume zu entdecken und ökologische Zusammenhänge besser zu verstehen. 

Einen besonderen Schwerpunkt bilden erneut die Wolf-Sonntage, die sich mit der Rückkehr des Wolfs befassen. An drei Terminen – 29. März, 19. Juli und 6. September, jeweils von 11 bis etwa 13.30 Uhr – informiert die Naturschutzinitiative im Oberwesterwald auf wissenschaftlicher Grundlage über Verhalten, Lebensweise und mögliche Konfliktfelder. Ziel ist eine sachliche Einordnung des Themas und die Vermittlung von Wissen für ein friedliches Miteinander. Im Frühjahr richtet sich der Blick verstärkt auf die Vogelwelt. Beim Vogelstimmenkonzert an der Nister bei Marienstatt am Sonntag, 19. April, von 8 bis etwa 11 Uhr, werden typische Gesänge heimischer Brutvögel hörbar gemacht und Arten vor Ort bestimmt. Auch das Engerser Feld bei Neuwied, eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete im nördlichen Rheinland-Pfalz, steht im Fokus. Dort führen zwei Abendexkursionen am 9. und 16. Mai, jeweils von 19.30 bis 22 Uhr, in die Vogelwelt der Rheinauen – mit der Chance, den Gesang der Nachtigall zu erleben. 

Mehrere Veranstaltungen widmen sich dem Biber und den von ihm geschaffenen Lebensräumen. Der erste Biber-Sonntag findet am 3. Mai statt, weitere Termine folgen am 19. Juli und 6. September, jeweils von 11 bis etwa 13 Uhr. Die Exkursionen zeigen anschaulich, wie sich vom Biber geprägte Biotope im Jahresverlauf verändern und welche ökologische Bedeutung sie haben. 

Ein weiterer Höhepunkt ist die naturkundliche Wanderung durch das Naturschutzgebiet Nauberg am Sonntag, 3. Mai, von 10.30 bis etwa 14.30 Uhr. Der unzerschnittene Höhenrücken mit seinem besonderen Buchenwald auf Basalt gilt als ökologisches Juwel des Oberwesterwaldes. 

Im Sommer stehen praxisnahe Themen im Mittelpunkt. Eine Wildkräuterführung im Klostergarten Marienstatt am 14. Juni, von 10.30 bis etwa 12.30 Uhr, verbindet Pflanzenkunde mit Einblicken in die Klostergeschichte. Am Samstag, 13. Juni, von 14 bis etwa 18 Uhr, widmet sich eine Exkursion der ökologischen Wiederbewaldung und zeigt, wie Wälder nach Sturm, Dürre oder Insektenbefall naturnah entwickelt werden können. Ein besonderes Naturerlebnis verspricht zudem die Führung durch das Nationale Naturerbe Stegskopf am 4. Juli, von 10.30 bis etwa 15.30 Uhr, die in eine weitgehend ungestörte Waldwildnis führt. 

Im Herbst richtet sich der Blick auf den Vogelzug. Bei einer Exkursion zur Westerwälder Seenplatte am Sonntag, 11. Oktober, von 9 bis etwa 12 Uhr, erfahren die Teilnehmer, welche Rolle die Region als Rast- und Überwinterungsgebiet spielt und welche erstaunlichen Leistungen Zugvögel Jahr für Jahr vollbringen.

Anmeldung: anmeldung@naturschutz-initiative.de oder www.naturschutz-initiative.de