Meteorit über Güls
Schon gewusst, dass Koblenz seit 2026 seinen ganz eigenen „Himmelsboten“ hat? In der Nacht auf den 8. März schlug im Stadtteil Güls ein Meteorit in das Dach eines Wohnhauses ein, durchschlug Ziegel und Dämmung und kam am Ende im Schlafzimmer der Bewohner zum Liegen – zum Glück ohne Verletzte. Der seltene Fund wird in der Fachwelt derzeit vorläufig als „Koblenz (prov.)“ geführt und könnte später offiziell den Namen der Stadt tragen. Damit wäre Koblenz nicht nur am Zusammenfluss von Rhein und Mosel verortet, sondern auch fest im Weltall – als Name eines echten Himmelskörpers.
Weltrekorde im Stadion Oberwerth
Schon gewusst, dass auf der Laufbahn im Stadion Oberwerth einst Weltrekord-Geschichte geschrieben wurde? In den 1980er-Jahren war das Koblenzer Stadion Schauplatz eines Internationalen Abendsportfests, bei dem gleich mehrere Leichtathletik-Weltrekorde fielen – unter anderem über 1500 Meter und die Meile durch Mittelstreckenstar Steve Ovett. Später legte der berühmte Santa Monica Track Club nach und stellte mit Sprintlegende Carl Lewis einen Weltrekord über 4×200 Meter auf. Wer heute auf den Rängen sitzt oder seine Runden dreht, bewegt sich also auf einem Boden, auf dem früher die Schnellsten der Welt unterwegs waren.
Kleine Fehler, große Wirkung
Auch ein Stadtmagazin kann sich mal verlaufen. In unserer ersten Ausgabe haben wir unter „Unterwegs in Koblenz“ einen Ausflug ins Romanticum empfohlen. Das Problem: Das Romanticum hat sich bereits Ende 2023 verabschiedet – ganz romantisch, aber leider endgültig. Die interaktive Ausstellung im Forum Confluentes gibt es also nicht mehr. An ihre Stelle rückt künftig das Stadtarchiv Koblenz, das im Laufe des Jahres 2026 in die Räume am Zentralplatz umzieht. Wer heute dort unterwegs ist, findet im Forum Confluentes weiterhin unter anderem das Mittelrhein-Museum, die Stadtbibliothek und die Tourist-Information.
Und weil Zahlen manchmal schneller wachsen als Druckseiten: In unserem Artikel über Güls war von rund 4.000 Einwohnern die Rede. Das war deutlich zu bescheiden. Ende 2025 lebten in Güls bereits 6.163 Menschen mit Hauptwohnsitz. Güls ist also nicht nur weinselig, traditionsbewusst und moselromantisch – sondern auch ein gutes Stück größer, als wir es gemacht haben.
