Max-von-Laue-Gymnasium zieht auf Zeit in die Goldgrube

Der Stadtrat hat den Interimsbau beschlossen - zunächst sollen dort 660 Schülerinnen und Schüler unterkommen

11. Juni 2026
Max-von-Laue-Gymnasium zieht auf Zeit in die Goldgrube

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Über Wochen wurde geplant, diskutiert und kritisiert. Nun steht fest: In der Goldgrube wird ein Interimsbau für das Max-von-Laue-Gymnasium errichtet. Der Koblenzer Stadtrat hat dem Vorhaben am 28. Mai mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Schule an der Südallee ist stark sanierungsbedürftig und aus Sicherheitsgründen nur noch bis höchstens 2028 nutzbar.

Zwischenlösung für mehrere Jahre

Zunächst sollen 660 der insgesamt rund 760 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums in dem Neubau unterkommen. Für die Nutzung durch das Max-von-Laue-Gymnasium werden derzeit rund fünf Jahre veranschlagt. Danach soll das Gebäude bei weiteren Schulsanierungen als Ausweichstandort dienen. Vorgesehen sind unter anderem mögliche Nutzungen durch das Eichendorff-Gymnasium und die Berufsbildende Schule in der Beatusstraße. Die Verwaltung plant mit einem Bedarf von mindestens zehn Jahren.

An der Südallee soll nicht nur punktuell repariert werden. Geplant sind unter anderem Arbeiten an Brandschutz, Fassade, Fachräumen, Lüftung, Stromversorgung, WLAN und Raumakustik. Ziel ist ein Schulgebäude, das technisch, energetisch und pädagogisch wieder zeitgemäß aufgestellt ist. Während der bisherigen Arbeiten waren zusätzliche Fragen zu Decken, Statik und Brandschutz aufgetaucht.

Verkehr bleibt ein wichtiges Thema

In der Goldgrube sorgen die Pläne seit Monaten für Diskussionen. Viele Anwohner befürchten zusätzlichen Verkehr, mehr Parkdruck und Konflikte durch die hohe Zahl an Schülerinnen und Schülern. Die Stadt arbeitet an einem Verkehrskonzept. Geplant sind unter anderem erweiterte Anwohnerparkzonen, ein Mitarbeiterparkplatz im Umfeld der neuen Geh- und Radwegbrücke Richtung Rauental sowie Kiss-and-Drop-Zonen für kurzes Halten.

Für den Interimsbau werden 21,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt beziffert die Kosten des Gesamtvorhabens einschließlich weiterer Maßnahmen auf rund 25,75 Millionen Euro. red