Mit dieser Überschrift kann das Lernen an der David-Roentgen-Schule (DRS) gut beschrieben werden. Zielsetzung der Berufsbildenden Schule für Gewerbe und Technik ist es, die Lernprozesse auf die jeweiligen Schüler und Schülerinnen individuell abzustimmen und dennoch die Gemeinschaft im Klassenverbund erlebbar zu machen. Durch die Unterstützung der individuellen Fähigkeiten und eine offene Lernatmosphäre bietet die DRS die besten Voraussetzungen für den Start in ein spannendes Berufsfeld. Als wichtiger Partner im dualen Ausbildungssystem sorgt die Schule zudem schon während der Schulzeit für Einblicke und Vernetzung mit den Betrieben.
Zu dem etablierten Digitalkonzept gehört es, dass alle Lernenden über einen eigenen Laptop beziehungsweise ein eigenes Tablet verfügen und Zugriff auf eine einheitliche Lernplattform haben. Zum Medienpaket der Schule gehört darüber hinaus ein Schülerausweis, ein Zugang zum schulischen WLAN sowie die Nutzung eines Messenger-Dienstes. In Verbindung mit einer personalisierten E-Mail-Adresse kann das MS-Office-Paket kostenlos genutzt und professionelle, branchenspezifische Softwareprodukte kostenfrei erworben werden.
Eingebettet in das Schulentwicklungskonzept wird so sowohl der Umgang mit modernen Kommunikationsmedien gefördert als auch die Entwicklung eigenverantwortlicher Lernprozesse ermöglicht. Dank der Lernplattform können Arbeitsaufträge und Lernmaterialien in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angeboten und auch unabhängig vom Lernort Schule bearbeitet werden.
Die Lehrerinnen und Lehrer der David-Roentgen-Schule wissen, dass Lernen ein sehr individueller Prozess ist und dass die Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen an die Schule kommen. Genauso wichtig wie die individuelle Unterstützung ist vor diesem Hintergrund die Förderung des Miteinanders. Deshalb wird neben den fachlichen Aspekten auch das soziale Miteinander in den Blick genommen. Während zahlreicher gemeinsamer Aktivitäten, zum Beispiel im Verlauf der Einführungswoche zum Schuljahresbeginn oder im Rahmen von Exkursionen und Klassenfahrten, wird daran in besonderem Maße gemeinsam gearbeitet.
Gerade in einer Zeit, in der die weltweiten Konflikte zunehmen, biete die DRS den Lernenden darüber hinaus die Chance, an europäischen und internationalen Austauschprogrammen teilzunehmen. Menschen, die sich kennen und Freundschaften schließen, werden in Frieden zusammenleben. Kulturelle Vielfalt wird als Bereicherung verstanden, der Austausch der Kulturen bewusst unterstützt.
„Wir erleben tagtäglich, dass ein friedliches und freiheitliches Leben nur gemeinsam realisiert werden kann. Individualität und Gemeinschaft sind für die David-Roentgen-Schule keine Widersprüche, sondern Ansporn für unser Handeln. Deshalb betrachten wir Vielfalt als Chance und nehmen sowohl den individuellen Lernweg jedes Einzelnen als auch das soziale Miteinander in den Fokus. Hierbei nutzen wir die Chancen, die digitale Tools bieten, um sowohl dem Einzelnen als auch der Gemeinschaft gerecht zu werden. Als gewerblich-technische Schule sind wir der festen Überzeugung, dass dieser Ansatz integraler Bestandteil eines zeitgemäßen Bildungsverständnisses im 21. Jahrhundert sein muss“, erklärt Schulleiter Dirk Oswald. „Unser Konzept befähigt unsere Schüler und Schülerinnen sowie unsere Auszubildenden, jene Kompetenzen zu erlangen, die im Berufsleben benötigt werden. Hierbei sind sowohl fachliche als auch soziale Aspekte gleichermaßen bedeutsam.“
Stolz ist man auf die gemeinsame Ausrichtung der David-Roentgen-Schule. Dirk Oswald betont: „Die Digitalisierung stellt keinesfalls einen Selbstzweck dar, sondern ist eine erforderliche Voraussetzung für die Umsetzung des pädagogischen Konzeptes, das von über 100 engagierten Lehrern und Lehrerinnen für knapp 2.500 Schüler und Schülerinnen ausgestaltet wird. Letztendlich entscheiden die Lernenden ganz persönlich über den Erfolg ihrer Ausbildung. Dieser hängt maßgeblich vom individuellen Willen zum Erfolg ab. Denn Lernen ist ein höchst individueller Prozess, der nur mit viel Engagement und Selbstorganisation erfolgreich gestaltet werden kann. Unsere Aufgabe ist es, die Lernenden mit zeitgemäßen Konzepten zu begleiten.“
Dem Team der DRS ist bewusst, dass es sich dabei für alle Beteiligten um herausfordernde Veränderungen handelt, die nur gemeinsam erfolgreich gemeistert werden können. In diesem Sinne freut sich die Schulgemeinschaft darauf, gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen, den Eltern und den dualen Partnern die jungen Erwachsenen auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen unterstützend zur Seite zu stehen.
Auf zu neuen Ufern
David-Roentgen-Schule geht im Rahmen von Erasmus+ neue Schulpartnerschaft mit Teneriffa ein
Manchmal passt es einfach auf Anhieb. Bei einem Netzwerktreffen im Rahmen von Erasmus+, dem Austauschprogramm der Europäischen Union, zeigten sich schnell gemeinsame Interessen zwischen der David-Roentgen-Schule (DRS) und der IES Ichasagua aus Playa de las Américas, Santa Cruz de Tenerife, Spanien. Schon nach dem ersten Kennenlernen war den Erasmus+-Koordinatoren der Schulen, die beide Sportlehrer sind, klar: Hier entsteht eine echte Win-win-Situation für unsere Schülerinnen und Schüler.
„Ich plante schon längere Zeit, eine Surffahrt für die Schüler des Sportleistungskurses anzubieten, war aber immer auf der Suche nach der passenden Schule mit der passenden Infrastruktur“, so Klaus Richter, Sportlehrer an der DRS. Carlos Aleman und sein Team von der IES Ichasagua hingegen wollten ihren Lernenden gerne eine Skifahrt ermöglichen, scheiterten aber aufgrund der geografischen Entfernung immer wieder an den Kosten.
Dank Erasmus+ können nun beide Seiten profitieren, denn die Europäische Union fördert explizit die Begegnung und gemeinsames Lernen zwischen Schülern aus unterschiedlichen Ländern.
Im April heißt es nun erstmals „Surfen lernen“ für die Leistungskursschüler des Beruflichen Gymnasiums. Ergänzt wird das Angebot um professionelles Beachvolleyballtraining. Anfang 2027 werden sich die spanischen Schüler dann der Skifreizeit der DRS in Österreich anschließen.
