Ein Lernort so bunt wie die Welt

Fachschule für Sozialpädagogik bringt Abwechslung in den Schulalltag

17. Januar 2026
Ein Lernort so bunt wie die Welt

Fotos: Alice-Salomon-Schule

Wer die Fachschule für Sozialpädagogik an der Alice-Salomon-Schule besucht, merkt schnell: Dieser Ort ist ein Spiegel der Welt. Seit Jahren zieht die Schule Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen nach Linz – aus ganz Deutschland, von Niedersachsen über Hessen bis nach Baden-Württemberg, ebenso aus Russland, Kasachstan, Usbekistan, der Ukraine und vielen weiteren Ländern Europas, Afrikas, Asiens und Südamerikas. Fast die ganze Welt findet sich hier in einem Gebäude wieder. 

Die Vielfalt zeigt sich nicht nur in der Herkunft der Lernenden, sondern auch in ihren bisherigen Lebenswegen. Unter den Schülerinnen und Schülern sind ausgebildete Sozialassistenten und Kinderpfleger, Köche, Hauswirtschaftler, Konditoren, Logistiker und Zimmermänner ebenso wie Psychologen, Theologen, Grundschullehrer, Mathematiker oder Dolmetscher. Manche sind Eltern, manche ehemalige Pflegekräfte, andere einfach Menschen mit außergewöhnlichen persönlichen Geschichten. 

Auch die Talente der Lernenden könnten vielfältiger kaum sein: Musiker, Sportler, Künstler, Tänzer, naturwissenschaftlich Begeisterte oder Menschen, die mehrere Sprachen sprechen – sie alle bringen ihre besonderen Stärken mit in die Ausbildung. 

All diese Fähigkeiten aufzugreifen und weiterzuentwickeln, ist ein zentrales Anliegen der Alice-Salomon-Schule. Künstlerische Projekte spielten dabei seit jeher eine besondere Rolle. Im Laufe der Jahre entstanden Theaterstücke, Musicals, Puppen- und Schattentheater sowie Filme zu einer breiten Themenpalette: Liebe und Schmerz, Flucht und Vertreibung, Umwelt und Universum, Diversität und Individualität oder Mut und Angst. Präsentiert wurden die Werke unter anderem in der Linzer Stadthalle, im Kulturkeller und vor zahlreichen Kinder- und Schülergruppen aus Linz, Erpel und Bad Hönningen. 

Die Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher hat an der Schule eine lange Tradition. Seit ihrer Einführung im Jahr 1993 wurden bereits mehr als 2000 Fachkräfte ausgebildet. Einige der Absolventinnen und Absolventen sind inzwischen sogar schon im Ruhestand. Die Altersspanne derjenigen, die sich hier neu orientieren oder weiterqualifizieren wollten, ist bemerkenswert: Die älteste Schülerin begann ihre Ausbildung mit 59 Jahren, der älteste Schüler mit 60. Die Jüngsten starteten direkt nach der Schule mit 18 Jahren. 

Die ASS zeigt, wie bereichernd Vielfalt in der pädagogischen Arbeit sein kann und wie ein Ort der Bildung zu einem Ort der Begegnung wird. Ein Ort, an dem Menschen aus aller Welt gemeinsam lernen, wachsen und neue Wege gehen.