Schon gewusst?

11. Juni 2026
Schon gewusst?

Rudi Völler im Achtelfinale der WM 1990 in Mailand: Die Spuckattacke von Frank Rijkaard wurde zu einer der berüchtigtsten Szenen der WM-Geschichte - Deutschland gewann am Ende 2:1 gegen die Niederlande. Foto: Martina Hellmann/dpa

Überholt „CR7“ Dauerrivalen Messi?

Aktuell steht Argentiniens Lionel Messi mit 26 Einsätzen in der Liste der WM-Rekordspieler ganz vorne. Inwiefern weitere Einsätze hinzukommen, bleibt abzuwarten. Überflügeln könnte ihn Portugals Cristiano Ronaldo, der mit 41 (!) Jahren seine sechste WM zu bestreiten im Begriff ist und bislang 22 Einsätze vorzuweisen hat. Zwischen den beiden stehen noch Lothar Matthäus (25), Miroslav Klose (24) und Italiens Paolo Maldini (23). Aus Deutschland rangieren auch Uwe Seeler (21) sowie Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger (je 20) weit vorne. 

Unvergessene Skandale

Der „Nichtangriffspakt“ zwischen Deutschland und Österreich in Gijon 1982. Das zweifache Spucken des Niederländers Frank Rijkaard in die Frisur Rudi Völlers 1990 in Mailand. Stefan Effenbergs Stinkefinger 1994, der ihm das Ticket für die Heimreise bescherte. Diego Maradonas positiver Doping-Test, ebenfalls 1994. Der Kopfstoß von Zinedine Zidane gegen den Italiener Marco Materazzi in Berlin 2006. Skandale, die in die Geschichte eingegangen sind. Nicht zuletzt das legendäre Wembley-Tor von 1966 durch den Engländer Geoff Hurst. Als ausgleichende Gerechtigkeit mag es mancher Zuschauer empfunden haben, als bei der WM 2010 in Südafrika ein Schuss von Frank Lampard im Spiel gegen Deutschland klar hinter der Linie landete, ehe er wieder heraussprang – was heute mit Hilfe von Torlinien-Technik und Video-Assistent nicht mehr ungeahndet bliebe. 

Wo kommen die zwei Sterne her?

Jeder Weltmeister darf auf seinem Trikot einen Stern tragen, der den Titel symbolisiert. Bei Deutschland sind es immerhin vier. Bei Uruguay ebenfalls, obwohl die Südamerikaner erst zwei WM-Titel gewannen, 1930 und 1950. Der Grund: Die FIFA beschloss, die Olympiasiege Uruguays von 1924 und 1928 anzuerkennen, da es damals noch keine Weltmeisterschaft gab. 

Günther Jauchs Vorahnung

YouTube macht’s möglich. So kann sich, wer zuviel Freizeit hat, die „Wetten dass…?“-Sendung vom 28. Mai 1994 anschauen, als die Nationalmannschaft zu Gast war und die Unterhaltungssendung mit dem „Aktuellen Sport-Studio“ verschmolz. Dabei zeigte Günther Jauch hellseherische Fähigkeiten, als er Bundestrainer Berti Vogts nach dem Druck befragte, unter dem er stehe, „wenn im Viertelfinale was nicht hinhaut“ – man möge in Bulgarien nachfragen, was gemeint sein könnte. Und wer noch nicht kannte oder schon verdrängt hat, wie Stimmungskanonen wie Oliver Kahn, Stefan Effenberg oder Matthias Sammer mit den Village People singen und tanzen („Far away in America“), wird es kaum fassen können. Konnten die Spieler kaum vernünftig zusammenspielen, so war das gemeinsame Klatschen noch grausamer. 

Wer fehlt - und warum?

Zum dritten Mal in Folge verpasst Italien eine WM – im Elfmeterschießen kam das Aus gegen Bosnien-Herzegowina. 2021 noch Europameister, steht dem vierfachen Titelträger ein Umbruch bevor. Zwei weitere Europameister verpassten das Turnier: Griechenland (2014) und Dänemark (1992) duellierten sich in der Gruppenphase, Griechenland wurde nur Dritter, Dänemark scheiterte später an den Tschechen. Während für Bulgarien, Island und Ungarn nach der Gruppenphase schon Schluss war, erreichten Irland, Polen und Rumänien immerhin die Play Offs.

In Afrika blieb Kamerun, seit ihrem Debüt 1990 mit Kultstürmer Roger Milla mehrfach qualifiziert, auf der Strecke, ebenso Costa Rica, 2014 noch eine der Überraschungsmannschaften und Viertelfinalist, doch in der Zwischenrunde gelang in zwei Partien gegen die qualifizierten Haitianer kein Sieg.