Der Campus Edelstein und Schmuck der Hochschule Trier in Idar-Oberstein gilt als eine weltweit besondere Adresse für die akademische Ausbildung im Bereich der Schmuck- und Edelsteingestaltung. Als einziger Hochschulstandort mit entsprechenden Bachelor- und Masterstudiengängen hat sich die Einrichtung seit ihrer Gründung im Jahr 1986 zu einem internationalen Zentrum für zeitgenössische Schmuckgestaltung entwickelt. Eingebettet in die traditionsreiche Edelsteinstadt profitieren Studierende von einem Umfeld, das handwerkliche Praxis, künstlerische Freiheit und wissenschaftliche Reflexion miteinander verbindet.
Kreativer Raum mit moderner Infrastruktur
Seit dem Jahr 2023 befindet sich der Campus in einer umgebauten ehemaligen Lederwarenfabrik. Die industrielle Architektur prägt bis heute die Atmosphäre und bietet zugleich moderne Arbeitsbedingungen. Werkstätten für Steinbearbeitung sowie Gold- und Silberschmiedearbeiten, ein Fotoatelier und digitale Labore für dreidimensionale Gestaltung und Druck stehen ebenso zur Verfügung wie individuell nutzbare Atelierplätze. Diese Infrastruktur ermöglicht es, kreative Ideen mit unterschiedlichsten Techniken umzusetzen und weiterzuentwickeln. Ergänzt wird das Angebot durch ein lebendiges Kulturprogramm mit Ausstellungen, Symposien und internationalen Gastkünstlerinnen und -künstlern, die regelmäßig neue Impulse in die Lehre einbringen. Das Studienangebot richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber mit Hochschulreife oder einschlägiger Berufserfahrung im Goldschmiedehandwerk. Ergänzend sind praktische Vorerfahrungen sowie eine bestandene Eignungsprüfung erforderlich. Inhaltlich verbindet das Studium gestalterische Disziplinen mit theoretischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen. Neben Schmuck- und Edelsteingestaltung stehen Fotografie, digitale Entwurfsverfahren, Kulturwissenschaften sowie wirtschaftliche Themen wie Untemehmensgründung und Betriebswirtschaftslehre auf dem Lehrplan.
Internationale Perspektiven und berufliche Chancen
Die Studienphilosophie legt den Schwerpunkt bewusst auf künstlerische Entwicklung statt rein handwerklicher Ausbildung. Interdisziplinäres Arbeiten und individuelle Entfaltung stehen im Mittelpunkt. Abschlüsse werden als „Bachelor of Fine Arts“ sowie als „Master of Fine Arts“ vergeben, wobei ein weiterbildender Master auch berufserfahrenen Fachkräften ohne vorherigen Bachelorabschluss offensteht.


Die beruflichen Perspektiven der Absolventinnen und Absolventen sind vielfältig. Sie reichen von freischaffender künstlerischer Tätigkeit über Positionen in der Schmuckund Edelsteinindustrie bis hin zu Beratung, Verkauf, Lehre oder selbstständiger Unternehmensführung. Auch Tätigkeiten im Bereich Produktgestaltung sowie im Fachverlagsund Pressewesen sind möglich. Durch die internationale Ausrichtung des Campus ergeben sich zudem Kontakte zu globalen Netzwerken der Kreativwirtschaft, die den Einstieg in internationale Märkte erleichtern können.
Eine kleine internationale Studiengruppe sorgt für gute Atmosphäre
Mit rund fünfzig Studierenden aus zahlreichen Nationen zeichnet sich der Campus durch ein internationales und zugleich familiäres Umfeld aus. Eine intensive Betreuung sowie die Möglichkeit, Werkstätten und Ateliers jederzeit zu nutzen, schaffen optimale Bedingungen für kreative Entwicklung und berufliche Qualifizierung. Damit bleibt Idar-Oberstein ein bedeutender Standort für die Zukunft der Schmuckund Edelsteingestaltung und unterstreicht seine Rolle als innovatives Zentrum innerhalb der regionalen Wirtschaft. Arno Boes
Junge Wirtschaft setzt auf Zukunft und Netzwerk
Die Wirtschaftsjunioren Idar-Oberstein mit neuem Vorstand, klaren Zielen und einem starken Programm
Die Wirtschaftsjunioren Idar-Oberstein starten mit einem neu aufgestellten Vorstand und frischen Ideen in das Jahr 2026. Das Netzwerk junger Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte unter 40 Jahren will die wirtschaftliche Entwicklung in der Region aktiv mitgestalten und zugleich den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weiter stärken. An der Spitze des Vereins steht Fabian Späth als Sprecher. Unterstützt wird er von Leandra Nix als stellvertretender Sprecherin sowie Malte Haupt als Schatzmeister. Carolina Günther begleitet die Arbeit als Past President. Zum erweiterten Vorstand gehören außerdem Aiman Gouacem, Deniz Öztürk, Eugen Thom und Niklas Tollens. Im Beirat engagieren sich Mirko Hellwig, Viktor Reinke, Oliver Schapperth, Marc Philip Steppat und Thomas Treger. Die Wirtschaftsjunioren verstehen sich als Netzwerk für junge Entscheider aus unterschiedlichen Branchen in Stadt und Landkreis Birkenfeld. Ziel ist es, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Impulse für die wirtschaftliche Zukunft der Region zu setzen. Dabei wollen die Mitglieder nicht nur Netzwerke pflegen, sondern auch konkrete Projekte und Diskussionen anstoßen.
Austausch und neue Impulse für die Region
Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auch 2026 auf einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm. Höhepunkt soll die traditionelle Veranstaltung auf der Kyrburg am 10. Juni werden. Gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Rhein Hunsrück und Bad Kreuznach wird dort der Wirtschaftspsychologe und Coach Achim Wiedemann als Gastredner erwartet. Unter dem Titel „Klarheit schlägt Chaos“ will er über Führung und unternehmerische Entscheidungen in unsicheren Zeiten sprechen.
Darüber hinaus planen die Wirtschaftsjunioren Unternehmensbesichtigungen, Fachvorträge und Netzwerkveranstaltungen mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Bildung. Die Organisation setzt dabei bewusst auf den Austausch über Branchengrenzen hinweg. Gerade diese Mischung aus jungen Ideen und unternehmerischer Erfahrung gilt als besondere Stärke des Netzwerks.
Die Wirtschaftsjunioren Idar-Oberstein engagieren sich zudem traditionell im Bereich Bildung und Nachwuchsförderung. Themen wie Berufsorientierung, Ausbildung und Existenzgründung sollen weiterhin einen festen Platz in der Vereinsarbeit einnehmen. Damit wollen die Mitglieder dazu beitragen, junge Fachkräfte und Nachwuchsunternehmer langfristig in der Region zu halten.
Blick auf Zukunftsthemen
Der neue Vorstand sieht insbesondere in den Bereichen Unternehmensgründung, Nachfolge, Künstliche Intelligenz und nachhaltiges Wirtschaften große Herausforderungen, aber auch erhebliche Chancen für die regionale Wirtschaft. Ziel sei es, diese Entwicklungen aktiv zu begleiten und den Mitgliedern frühzeitig Orientierung und Austauschmöglichkeiten zu bieten. Die Wirtschaftsjunioren Idar-Oberstein bestehen seit mehr als 50 Jahren und verstehen sich heute als Stimme der jungen Wirtschaft im Landkreis Birkenfeld. Als Teil des bundesweiten Netzwerks der Wirtschaftsjunioren profitieren die Mitglieder zugleich von Kontakten weit über die Region hinaus. Arno Boes
Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Mitgliedschaft gibt es online unter www.wj-io.de.
