100 kostenlose Eiskugeln, ein Spielmobil und eine Hitster-Rallye: Der Koblenzer Dillemarkt hat in diesem Sommer gezeigt, dass ein Markt auch über den Einkauf hinaus Besucher anziehen kann. Von Juni bis September wurde die Schloßstraße immer am zweiten Donnerstag im Monat zum Treffpunkt für den Feierabend. Die Veranstaltungszeit war gegenüber 2025 um zwei Stunden bis 20 Uhr verlängert worden. Sitzmodule, die vom Zentralplatz in die Schloßstraße verlegt wurden, boten zusätzliche Plätze zum Verweilen.
Vier Termine, vier Mottos: Von „Dä Sommer kimmt“ bis „Goldene Stunn“ erhielt jede Ausgabe einen eigenen thematischen Rahmen. Die Bilanz der Organisatoren fällt allerdings differenziert aus. Entscheidend für den Charakter des Marktes war weniger das jeweilige Motto als das Zusammenspiel der Angebote. Ob die thematische Ausrichtung 2027 beibehalten wird, ist deshalb offen. Besonders gut kamen die begleitenden Aktionen an.
Auch die Einbindung der Geschäfte entlang der Straße hat sich nach Einschätzung der Veranstalter bewährt. Vor allem inhabergeführte Läden ließen sich für gemeinsame Angebote gewinnen. Wichtig dafür war eine frühzeitige und persönliche Ansprache.
Ein fester Bestandteil bleibt die Live-Musik. Das Programm reichte von DJane KimBeks bis Mila Kluge. Offen ist dagegen, zu welcher Uhrzeit der Dillemarkt künftig beginnen soll. Ein früherer Start könnte die regulären Markthändler stärker einbinden. Alternativ könnte sich das Format weiter zum Abendtreff entwickeln. Eine andere Veränderung ist bereits geplant: Nachdem der Dillemarkt 2026 über das rheinland-pfälzische Programm „Innenstadt-Impulse“ und mit Unterstützung des städtischen Amts für Wirtschaftsförderung gefördert wurde, soll er 2027 ohne diese Zuschüsse weitergehen. Koblenz-Stadtmarketing und der BID Schloßstraße wollen das Format langfristig fortführen. red
