BECKER Hörakustik in Koblenz führt Familientradition weiter

Seit drei Generationen verbindet das Unternehmen modernes Hörakustik-Handwerk mit persönlicher Betreuung und enger Verbundenheit zur Stadt.

08. Oktober 2026
BECKER Hörakustik in Koblenz führt Familientradition weiter

„Wer Hörgeräte trägt, bleibt in der Regel über Jahre mit seinem Akustiker verbunden. Es geht darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Menschen möglichst lange gutes Hören zu ermöglichen“, ist die Devise der BECKER-Hörakustiker. Fotos: BECKER Hörakustik

BECKER Hörakustik steht seit drei Generationen für mehr als den Verkauf von Hörgeräten. Das Unternehmen verbindet handwerkliche Kompetenz mit persönlicher Begleitung und einer besonderen Verbundenheit zur Stadt. Brigitte Hilgert-Becker führt die Geschichte ihres Vaters fort – gemeinsam mit ihrer Tochter Eva Keil-Becker und Sohn Dan Hilger-Becker. Und auch die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern. Enkelin Senta absolviert derzeit ihre Ausbildung zur Hörakustikerin. 

Von Brillen Becker zur BECKER Hörakustik

Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1925 zurück. Damals gründete Dipl.-Optiker Andreas Becker die Firma Brillen Becker, die verschiedene Bereiche miteinander verband. Der Bereich Hörgeräte wird seit 1982 als BECKER Hörakustik eigenständig geführt. 

Firmengründer Andreas Becker engagierte sich entscheidend dafür, dass die Hörgeräteversorgung zu einem anerkannten Handwerksberuf wurde. Bis dahin waren Hörgeräte Handelsartikel wie Waschmaschinen. Die fachgerechte Anpassung, die Messung des Hörvermögens und die individuelle Betreuung mussten erst als eigenständige handwerkliche Leistung etabliert werden. Becker gehörte zu den sieben Gründungsmitgliedern der Union der Hörgeräte-Akustiker, aus deren Entwicklung die heutige Bundesinnung hervorging. Koblenz wurde damit zu einer Art Keimzelle des Hörakustik-Handwerks. 

Technik, die sich rasant verändert

Wer heute ein modernes Hörgerät sieht, kann sich kaum vorstellen, wie die ersten Hörhilfen funktionierten. „Die technische Entwicklung ist enorm“, sagt Hilgert-Becker. BECKER Hörakustik versteht sich deshalb als ein Unternehmen, das über die herstellerunabhängige Anpassung von Hörsystemen nach höchsten Qualitätsstandards hinaus sowohl umfassende Nachsorge als auch Vorsorge bereithält. Dafür stehen mittlerweile in 22 Filialen über 110 Mitarbeiter, davon über 30 Hörgeräteakustikmeister, bereit. „Wir sind eines der größten Hörakustikunternehmen der Region mit mehreren Kinderhörzentren und zahlreichen Cochlea-Implantat-Spezialisten.“

Verbunden mit Koblenz

Zur Familiengeschichte gehört auch die enge Verbindung zur Stadt Koblenz. Seit 1956 verschickt das Unternehmen Grußkarten an seine Kunden – mehr als 30.000 Karten jährlich. Auf den Karten sind Koblenzer Motive. Auf der Rückseite befinden sich die kunsthistorischen Erklärungen. Die Darstellungen stammen u. a. aus Museen und privaten Sammlungen. Die ersten 70 Karten sind als Buch veröffentlicht. Zu Beginn eines Jahres wird das neue Motiv traditionell vorgestellt – unter Beteiligung des Koblenzer Oberbürgermeisters. Die Karten sind damit zu einem kleinen Stück Stadtgeschichte geworden. Aktuell sucht Familie Becker noch nach einem Motiv für 2027. Wer ein für die Kartenedition geeignetes Gemälde oder eine geeignete Zeichnung kennt, kann sich gerne bei BECKER-Hörakustik melden. 

Auch zum eigenen Jubiläum hat BECKER Hörakustik diese Verbundenheit sichtbar gemacht. Brigitte Hilgert-Becker spendete 10.000 Euro für die Erneuerung von Bänken, die in den Schlossanlagen stehen. Darüber hinaus wurde dort gemeinsam mit Brillen-Becker ein Amur-Korkbaum gepflanzt.

Für Brigitte Hilgert-Becker steckt darin auch eine Symbolik: Ein Baum wächst weiter – ähnlich wie ein Unternehmen, das sich über Generationen entwickelt. Petra Dettmer