Ein Stein vom Urlaubsort erinnert an eine gemeinsame Reise. Ihn zum Grab zu bringen, kann diese Erinnerung beim nächsten Besuch wieder aufleben lassen. Persönlicher Grabschmuck knüpft an das Leben des Verstorbenen an und an die Zeit, die man miteinander verbracht hat. Der Totensonntag am 22. November bietet einen Anlass, dafür etwas auszuwählen.
Zum Hochzeitstag lässt sich etwa eine Blume aus dem damaligen Brautstrauß aufgreifen. Ein kurzer Gruß auf einer Schleife kann an einen vertrauten Satz erinnern. Welche Geschichte dahintersteckt, wissen vielleicht nur die Angehörigen. Für sie gehört sie zu diesem Menschen.
Kinder haben oft eigene Ideen. Enkel können einen Stein bemalen, mit einem Gruß versehen oder ein Motiv wählen, das sie mit den Großeltern verbinden. Beim Gestalten ergibt sich vielleicht ein Gespräch über einen Ausflug mit Opa oder die Stunden in Omas Garten. Erwachsene können dabei helfen und den Kindern Raum für ihre Erinnerungen lassen.
Erinnerungsstücke im Gesteck
Zwischen Nadelzweigen und Zapfen findet ein bemalter Stein seinen Platz. Ein schlichtes Gesteck lässt sich so um etwas Selbstgemachtes ergänzen. Wer es in einer Friedhofsgärtnerei anfertigen lässt, kann von der eigenen Idee erzählen und das Erinnerungsstück mitbringen. Gemeinsam lässt sich überlegen, wie es auf dem Grab zur Geltung kommt.
Manches Andenken ist allerdings zu kostbar, um es Regen und Wind auszusetzen. Ein unersetzliches Original bleibt besser zu Hause. Auch die Möglichkeiten vor Ort spielen eine Rolle: Bei manchen Grabarten darf Schmuck nur auf vorgesehenen Flächen liegen. Eine kurze Nachfrage bei der Friedhofsverwaltung schafft Klarheit.
