Anfang September ist vom nächsten Frühjahr nichts zu sehen. Noch hält sich vielerorts die Sommerbepflanzung, zugleich erscheinen erste Herbstpflanzen. Doch wer nach dem Winter Krokusse oder kleine Narzissen auf dem Grab blühen sehen möchte, stellt jetzt die Weichen dafür.
Ein Vorsprung unter der Erde
Im Herbst gesetzt, bilden die Zwiebeln vor dem Winter Wurzeln. Im Februar oder März erscheinen die ersten Triebe – scheinbar von selbst, tatsächlich aber lange vorbereitet. Für Gräber eignen sich vor allem niedrige Arten. Zwergnarzissen, Krokusse, botanische Tulpen und Blausterne verdecken weder Stein noch Inschrift. Blühen sie nacheinander, verändert sich das Bild über mehrere Wochen.
Anders als die Wechselbepflanzung bleiben viele Zwiebelblumen im Boden und kehren im nächsten Jahr zurück. Zwischen Bodendeckern, Stauden oder kleinen Gehölzen nutzen sie die Wochen, in denen die übrigen Pflanzen noch kaum austreiben. Später ziehen sie sich zurück und geben die Fläche wieder frei. So kann das, was im Herbst gepflanzt wird, über Jahre zum vertrauten Bild gehören.
Der Platz entscheidet mit
Die Auswahl richtet sich nicht nur nach der Farbe. Krokusse und kleine Tulpen mögen sonnige, durchlässige Plätze. Blausterne, Winterlinge und Schneeglöckchen kommen auch mit lichtem Schatten zurecht. Bleibt der Boden im Winter lange nass, können die Zwiebeln faulen.
Auch die spätere Pflege spielt eine Rolle. Wo regelmäßig Saisonpflanzen gewechselt werden, geraten ruhende Zwiebeln leicht unter die Handschaufel. Grabpflegebetriebe können sie so einplanen, dass sie zur Gestaltung passen und bei späteren Arbeiten nicht beschädigt werden.
