Lichtcheck für die dunklen Tage

Der Licht-Sicht-Test prüft Scheinwerfer und nimmt auch die freie Sicht in den Blick

25. September 2026
Lichtcheck für die dunklen Tage

Gerade in der Dämmerung kann falsch eingestelltes Licht den Gegenverkehr blenden und die eigene Sicht beeinträchtigen. Foto: Fotoschlick-stock.adobe.com

Beide Scheinwerfer leuchten, also ist alles in Ordnung? Nicht unbedingt. Entscheidend ist auch, wohin das Licht fällt. Ist ein Scheinwerfer zu tief eingestellt, reicht der Lichtkegel nicht weit genug. Steht er zu hoch, kann er den Gegenverkehr blenden. Vom Fahrersitz aus fällt eine falsche Einstellung nicht immer auf. 

Wie häufig solche Mängel vorkommen, zeigte der Licht-Sicht-Test im vergangenen Jahr. Bei 27,8 Prozent der untersuchten Pkw wurden Mängel an der Beleuchtung festgestellt. Bei 9,5 Prozent waren die Hauptscheinwerfer zu hoch eingestellt, bei 8,5 Prozent zu niedrig. 

Leuchten reicht nicht

Auch bei modernen Lichtsystemen reicht der Blick auf die eingeschalteten Scheinwerfer nicht aus. Ob sie vorschriftsmäßig eingestellt sind, wird mit einem Scheinwerfer-Einstellprüfgerät kontrolliert. Bei komplexen Systemen kann darüber hinaus eine Diagnose erforderlich sein. 

Dafür gibt es im Oktober wieder den bundesweiten Licht-Sicht-Test in teilnehmenden Kfz-Meisterbetrieben. Die Aktion hat eine lange Geschichte: Bereits seit 1956 werden Autofahrer im Herbst zum Licht-Test eingeladen. Inzwischen wurde die Kontrolle um das Thema Sicht erweitert. Der eigentliche Lichtcheck ist kostenlos. Dabei wird die Fahrzeugbeleuchtung kontrolliert. Kleine Lichtmängel werden in der Regel sofort und kostenlos behoben. Ersatzteile sowie umfangreichere Diagnose- und Einstellarbeiten müssen bezahlt werden. 

Schlieren stören die Sicht

Zum erweiterten Check gehören auf Wunsch auch die Windschutzscheibe und die Scheibenwischer. Gerade Wischerblätter führen oft ein unauffälliges Dasein – bis es dunkel wird und regnet. Sind die Gummilippen verschlissen, bleiben Wasserfilme oder Schlieren zurück. Das Licht entgegenkommender Fahrzeuge streut sich auf der Scheibe, Konturen auf der Straße sind schlechter zu erkennen. 

Auch die Innenseite der Windschutzscheibe verdient Aufmerksamkeit. Dort lagert sich mit der Zeit ein feiner Film ab, der bei tief stehender Sonne oder entgegenkommenden Scheinwerfern störend auffallen kann. Eine gründliche Reinigung innen und außen verbessert die Sicht oft bereits deutlich. 

Der Herbstcheck beginnt deshalb nicht erst bei einer ausgefallenen Lampe. Funktionierende Scheinwerfer müssen richtig eingestellt sein – und eine gute Ausleuchtung hilft nur dann, wenn der Fahrer durch die Scheibe auch klar erkennen kann, was vor ihm liegt.

Der Licht-Sicht-Test im Überblick

Foto: industrieblick - stock.adobe.com
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Kostenloser Lichtcheck: Im Oktober prüfen teilnehmende Kfz-Meisterbetriebe die neun Bestandteile der Fahrzeugbeleuchtung. Dazu gehören unter anderem Abblend- und Fernlicht, Bremsleuchten, Blinker und Rückleuchten. Auch die richtige Einstellung der Scheinwerfer wird kontrolliert.

Zusätzlicher Sichtcheck: Auf Wunsch werden auch Scheibenwischer, Windschutzscheibe und Flüssigkeitsstände überprüft. Mögliche Kosten: Kleine Lichtmängel werden in der Regel kostenlos behoben. Ersatzteile sowie umfangreichere Diagnose-, Einstell- und Reparaturarbeiten kosten extra.

Seit 70 Jahren: Die bundesweite Aktion gibt es seit 1956. Seit 2025 heißt sie Licht-Sicht-Test.

Weitere Informationen: www.licht-test.de