Nauroth: Das Sofa bleibt in der Familie – Möbelhaus Kranz feiert 70. Geburtstag

Am 6. September feiert das Familienunternehmen ein großes Sommerfest - und die nächste Generation führt das Haus in die Zukunft.

30. August 2025
Nauroth: Das Sofa bleibt in der Familie – Möbelhaus Kranz feiert 70. Geburtstag

Im Möbelhaus Kranz in Nauroth herrscht geschäftiges Treiben. Zwischen Küchenzeilen und Polstergarnituren werden Dekorationen vorbereitet. In wenigen Tagen, am Samstag, 6. September, steht hier das große Jubiläumsfest an. Das Familienunternehmen feiert 70 Jahre Firmengeschichte–und gleichzeitig einen bedeutenden Generationswechsel. Denn mit Natascha und Benjamin Wierny hat die dritte Generation die Leitung übernommen. Für das traditionsreiche Haus im Westerwald bedeutet das: Bewährtes bleibt, neue Ideen kommen hinzu. 

Von der kleinen Werkstatt zum Möbelhaus auf fünf Etagen

Die Geschichte des Unternehmens beginnt 1955. Damals legten Peter und Resi Kranz den Grundstein für das Geschäft, das sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil der Region entwickelte. Was einst überschaubar begann, wuchs kontinuierlich und wurde zu einem Möbelhaus, das heute über fünf Etagen mit insgesamt 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche verfügt. Ob Möbelklassiker oder moderne Wohnideen – die Auswahl ist groß. Rund 40 Mitarbeitende sorgen dafür, dass die Kundinnen und Kunden fachkundig beraten werden.

Die Nähe zu den Menschen und die familiäre Atmosphäre waren von Beginn an ein Markenzeichen. „Wir wollten immer ein Haus sein, in dem man sich wohlfühlt, nicht nur als Kunde, sondern auch als Mitarbeiter“, hieß es schon früh aus der Gründerfamilie. Dieser Gedanke prägt das Unternehmen bis heute. 

Zwei Jahrzehnte unter der Führung von Steffi und Thomas Brenner

2002 übernahm die zweite Generation das Ruder: Steffi Brenner, geborene Kranz, und ihr Mann Thomas führten den Betrieb über 20 Jahre hinweg durch eine Zeit großer Veränderungen im Möbelhandel. Unter ihrer Leitung modernisierte sich das Haus, baute sein Sortiment aus und sicherte seine Position in der Region. Beide blicken mit Dankbarkeit zurück. „Das Möbelhaus war für uns immer mehr als ein Arbeitsplatz – es war unser Zuhause“, betonen sie. 

Mit ihrem Rückzug in den Ruhestand endet ein Kapitel, das geprägt war von Engagement und persönlicher Nähe. Zugleich öffnet sich damit die Tür für ein neues Zeitalter: die Ära von Natascha und Benjamin Wierny. 

Die dritte Generation übernimmt

Für die neue Geschäftsführung ist das Möbelhaus längst kein Neuland. Beide sind seit über elf Jahren Teil des Unternehmens, kennen Abläufe, Kunden und Team. „Wir übernehmen gerne die Verantwortung und freuen uns darauf, Bewährtes fortzuführen und gleichzeitig neue Wege zu gehen“, sagt Benjamin Wierny.

Im Mittelpunkt steht für das Paar, die familiäre Atmosphäre zu bewahren. „Gerade weil wir gewachsen sind, ist uns wichtig, dass die persönliche Nähe nicht verloren geht“, ergänzt Natascha Wierny. Gleichzeitig haben die beiden klare Vorstellungen davon, wie sich das Möbelhaus weiterentwickeln soll: effizientere Abläufe, moderne Strukturen und mehr Digitalisierung. Prozesse sollen vereinfacht werden, smarte Systeme den Alltag erleichtern – sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Kundschaft. Blick nach vorn: Digitalisierung und Nachhaltigkeit 

Blick nach vorn: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Der Möbelhandel steht vor großen Herausforderungen: Online-Konkurrenz, sich wandelnde Kundenwünsche und die Frage nach nachhaltigem Wirtschaften. Natascha und Benjamin Wierny setzen hier auf eine Doppelstrategie. Zum einen soll die persönliche Beratung im Haus gestärkt werden – als Gegenstück zum anonymen Online-Einkauf. Zum anderen investieren sie in digitale Lösungen, um Servicequalität und Effizienz zu erhöhen.

„Wir möchten den Einkauf für unsere Kundinnen und Kunden noch angenehmer gestalten. Gleichzeitig wollen wir unseren Mitarbeitenden ein modernes Arbeitsumfeld bieten, das motiviert und erleichtert“, sagt Natascha Wierny. Der Anspruch: ein Möbelhaus, das Tradition und Fortschritt vereint.

Unterstützt wird das Unternehmen dabei auch vom Alliance-Verband, dem es seit 2008 angehört. Die Mitgliedschaft sichert attraktive Einkaufskonditionen, Zugang zu starken Marken und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Kundschaft. 

Jubiläum als Bühne für den Aufbruch

Das Jubiläumsjahr 2025 bietet die passende Bühne, um den Generationswechsel zu feiern. Schon im Januar lockte ein Late Night Shopping zahlreiche Besucher an, im Frühjahr folgten Jubiläumsgutscheine. Nun steht das große Sommerfest bevor, das am 6. September auf dem Firmengelände steigt.

Geplant sind Aktionen für die ganze Familie, kulinarische Angebote und ein Wiedersehen vieler langjähriger Kunden. Ein besonderes Highlight ist die Verlosung einer kompletten Einbauküche – ein symbolischer Gewinn, der für das Kerngeschäft des Hauses steht. 

„Wir freuen uns, das Jubiläum gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden zu begehen“, sagt Benjamin Wierny. „Es ist nicht nur ein Rückblick auf 70 Jahre, sondern auch ein Startpunkt für unsere gemeinsame Zukunft.“ 

Dank an die Vorgänger

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht nicht nur das Möbelhaus selbst, sondern auch die Menschen, die es geprägt haben. Steffi und Thomas Brenner werden an diesem Tag noch einmal geehrt. „45 Jahre Herzblut, Leidenschaft und Ideen haben sie in das Haus eingebracht“, betont die neue Generation. Ihr Wirken habe das Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist: ein vertrauter Anlaufpunkt für alle, die im Westerwald und darüber hinaus ihr Zuhause gestalten wollen. 

Ein Unternehmen mit Seele

Bei allen Veränderungen bleibt ein Punkt unverrückbar: das Verständnis vom Möbelhaus Kranz als Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Kunden sollen hier nicht nur Möbel kaufen, sondern ein Stück Lebensqualität mitnehmen. „Wohnen ist immer persönlich. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung davon, wie er leben möchte. Unsere Aufgabe ist es, diese Träume zu unterstützen“, fasst Natascha Wierny zusammen. 70 Jahre nach seiner Gründung ist das Möbelhaus Kranz weit mehr als ein Einrichtungsgeschäft. Es ist ein Stück Westerwälder Geschichte – und zugleich ein Unternehmen, das sich ständig weiterentwickelt. Mit der dritten Generation an der Spitze beginnt nun ein neues Kapitel. Das Jubiläum am 6. September markiert den Übergang: vom Rückblick auf das Erreichte hin zum Aufbruch in die Zukunft.

Jubiläums-Sommerfest am 6. September

Ort: Möbelhaus Kranz, Nauroth
Zeit: 9:30 – 18:00 Uhr (verlängerte Öffnungszeiten)
Highlights:
• MEGA Abverkauf & EXTRA Rabatte–Jubiläumsangebote und Lagerverkauf
• Musik im Festzelt mit dem Musikverein Nauroth
• Kulinarisches: Speisen & Getränke von Metzgerei Wienen
• Wäller Kaffeemobil & Westwood Icecream
• Familienfreundlich: Hüpfburg & Luftballons
• Attraktionen, Gewinne und Aussteller (u. a. Farben Gross, Fingerhuth)


1955
Peter und Resi Kranz eröffnen das Einrichtungshaus in Nauroth.

1961
Der erste Neubau wird notwendig, weil das Sortiment schnell wächst.

1979
Am 26. Oktober wird nach nur einem halben Jahr Bauzeit ein neues Geschäftshaus über drei Etagen eröffnet–auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

1988
Das Gebäude wird erstmals aufgestockt.

1991
Ein weiterer Neubau erweitert die Ausstellungsfläche.

2002
Steffi Brenner (geb. Kranz) und ihr Mann Thomas übernehmen die Geschäftsführung in zweiter Generation.

2008
Das Möbelhaus Kranz tritt dem Alliance-Verband bei.

2025
70 Jahre Möbelhaus Kranz: Zum Jahreswechsel übernehmen Natascha Wierny (geb. Brenner) und ihr Mann Benjamin die Geschäftsführung in dritter Generation. Am 6. September wird das Jubiläum mit einem großen Sommerfest gefeiert.