
Technik begeistert sie seit jeher – logisch, greifbar und praxisnah. „Ich liebe Technik, sie ist einfach“, schwärmt Sarah Klein mit einem Lächeln im Gesicht. Überhaupt sieht man ihr ihre Begeisterung häufig an. Diese möchte sie nun an junge Menschen weitergeben. Die 34-Jährige absolviert derzeit ihr Referendariat als Lehrerin für Fachpraxis im Bereich Elektro an der David-Roentgen-Schule (DRS) in Neuwied – einer Schule, die sie schon seit vielen Jahren begleitet.
Ihr beruflicher Weg begann mit einer Ausbildung zur Mechatronikerin bei thyssenkrupp Rasselstein, Andernach. „Schuld daran war meine frühe Leidenschaft für den Motorsport. Autos und Motoren haben mich schon immer fasziniert. Ursprünglich wollte ich daher eine Ausbildung im Kfz-Bereich machen, die Industrie aber zeigte sich gegenüber Frauen aufgeschlossener und bot mehr Möglichkeiten zur Weiterbildung an“, erzählt Sarah Klein.
Nach ersten Jahren in der Produktion bildete sie sich berufsbegleitend weiter und absolvierte zielstrebig die Technikerschule im Bereich Elektrotechnik. Parallel dazu wechselte sie bei thyssenkrupp Rasselstein den Aufgabenbereich und war als Elektrikerin für die Betreuung zweier Anlagen zuständig. Zudem folgte im Unternehmen der Schritt in die Ausbildung: Als hauptberufliche Ausbilderin betreute sie unter anderem Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Verfahrenstechnologen sowie Maschinen- und Anlagenführer. Darüber hinaus engagiert sie sich bis heute als Prüferin bei der Industrie- und Handelskammer.
Die David-Roentgen-Schule spielte auf diesem Weg eine zentrale Rolle. Sowohl den schulischen Teil ihrer Ausbildung als auch die Weiterbildung zur Technikerin absolvierte Sarah Klein an der DRS. Auch beruflich blieb der Kontakt eng: Viele der von ihr betreuten Auszubildenden besuchten die Schule, zudem arbeitet sie mit Lehrkräften der DRS gemeinsam in Prüfungsausschüssen. „Der Austausch war immer wichtig – fachlich, aber auch menschlich“, betont Klein.
In guter Erinnerung geblieben ist ihr die Schule stets als ein positiver Lernort. „Besonders Projektarbeiten, bei denen Theorie und Praxis miteinander verbunden wurden, haben mein Verständnis für technische Zusammenhänge gefördert. Auch die Unterstützung durch die Lehrkräfte, gerade bei Schwierigkeiten, ist mir in Erinnerung geblieben und inspiriert mich nun in meinem eigenen Referendariat“, hebt die angehende Fachpraxislehrerin hervor.
Von ihrer Zeit an der DRS profitiert sie bis heute. „Neben fundierter Fach- und Methodenkompetenz habe ich dort insbesondere Durchhaltevermögen gelernt – eine Fähigkeit, die im Berufsleben von großer Bedeutung ist.“ Entsprechend empfiehlt Sarah die David-Roentgen-Schule gerne weiter: „Das Kollegium arbeitet engagiert zusammen und bietet den Schülerinnen und Schülern auch über den Unterricht hinaus vielfältige Möglichkeiten, etwa durch Programme wie Erasmus+, Besuche von Ausstellungen oder die Teilnahme an Wettbewerben und Messen.“
Der Blick in die Zukunft ist für Sarah klar: Sie möchte junge Menschen für das Lernen begeistern und sie ermutigen, ihren eigenen Weg zu finden. „Nur wer sich traut, Dinge auszuprobieren, kann entdecken, was ihm wirklich Spaß macht“, sagt sie. Da der Beruf einen großen Teil des Lebens ausmache, sei es umso wichtiger, gerne zur Arbeit zu gehen – eine Haltung, die sie künftig auch ihren Lernenden vermitteln möchte.
