Schlechtwetter im Juni?

Vier gute Ideen für drinnen

27. Mai 2026
Schlechtwetter im Juni?

Fruchtig, warm und knusprig: Ein Erdbeer-Rhabarber-Crumble bringt auch an grauen Junitagen frühsommerlichen Genuss auf den Tisch. Foto: Ildi - stock.adobe.com

Der Juni steht für lange Abende, offene Fenster und das Gefühl, dass jetzt alles nach draußen drängt. Umso ärgerlicher, wenn ausgerechnet am freien Nachmittag Regen aufzieht. Aber auch ein grauer Junitag muss nicht verloren sein. Im Gegenteil: Gerade jetzt gibt es viele Beschäftigungen, die sich trotz schlechtem Wetter nach Sommeranfang anfühlen - mit fruchtigem Kuchen, frischen Kräutem, einem kleinen DIY-Projekt oder einem bewusst gemütlichen Nachmittag zuhause.

1. Frühsommer aus dem Ofen: Erdbeer-Rhabarber-Crumble

Wenn draußen Regen gegen die Scheiben klopft, darf es drinnen ruhig warm, süß und ein bisschen nach Sommer riechen. Ein Erdbeer-Rhabarber-Crumble ist dafür genau richtig. Die Mischung aus weichen Erdbeeren, der feinen Säure des Rhabarbers und knusprigen Streuseln passt perfekt in diese Jahreszeit. Rhabarber hat bis Juni Saison, Erdbeeren gehören ohnehin zu den ersten echten Sommerboten.

Zutaten für etwa 4 Personen:
500 g Rhabarber
250 g Erdbeeren
2 bis 3 EL Zucker
Für die Streusel:
100 g Mehl
80 g Haferflocken
60 g gehackte Mandeln
80 g Butter
60 g Zucker
etwas Zitronenabrieb

So geht's:
Den Rhabarber waschen, die Enden abschneiden und dickere Stangen bei Bedarf schälen. Danach in kleine Stücke schneiden. Die Erdbeeren waschen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Beides zusammen mit dem Zucker in eine Auflaufform geben und kurz vermengen.

Für die Streusel Mehl, Haferflocken, Mandeln, Zucker und Zitronenabrieb in eine Schüssel geben. Die Butter in kleinen Stücken hinzufügen und alles mit den Händen zu groben Streuseln verkneten. Die Streusel über dem Obst verteilen und die Form bei 180 Grad in den Ofen schieben. Nach etwa 30 bis 35 Minuten ist der Crumble fertig: oben goldbraun, darunter weich und fruchtig. Besonders gut schmeckt er noch warm, mit Vanillejoghurt, Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis.

2. Ein kleiner Kräutergarten für die Fensterbank

Auch wenn Balkon und Terrasse im Regen liegen, muss das Sommergefühl nicht draußen bleiben. Ein kleiner Kräutergarten auf der Fensterbank ist eine einfache Möglichkeit, frisches Grün ins Haus zu holen. Besonders gut eignen sich Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Minze oder Koriander. Ein heller Platz, etwas Erde und ein paar kleine Töpfe reichen dafür völlig aus. Selbst gezogene Kräuter sind nicht nur dekorativ, sondern später auch praktisch für Salate, Dips oder sommerliche Küche.

So geht's:
kleine Töpfe, Schalen oder leere Dosen bereitlegen. Wer mag, gibt unten etwas Kies oder Blähton hinein, damit überschüssiges Wasser besser ablaufen kann. Danach Kräutererde einfüllen und pro Topf Samen aussäen oder kleine Jungpflanzen einsetzen. Leicht angießen und alles auf eine helle Fensterbank stellen. Wichtig ist, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt, aber nicht dauerhaft nass ist.

Noch schöner wird daraus ein kleines Frühsommerprojekt, wenn die Töpfe beschriftet oder dekoriert werden. Dafür reichen schon Eisstiele, Holzstäbchen oder fester Karton. So wird aus einem grauen Junitag etwas, das noch lange weiterwächst.

3. Eine Nisthilfe für Wildbienen basteln

Aus Bambusröhrchen und Naturmaterialien entsteht eine einfache Nisthilfe für Wildbienen, die später an einem sonnigen, geschützten Platz aufgehängt werden kann. Foto: Andrius - stock.adobe.com
Aus Bambusröhrchen und Naturmaterialien entsteht eine einfache Nisthilfe für Wildbienen, die später an einem sonnigen, geschützten Platz aufgehängt werden kann. Foto: Andrius - stock.adobe.com

Der Juni ist die richtige Zeit, um draußen genauer hinzuschauen: Es summt, blüht und wächst überall. Umso schöner, wenn ein Regentag genutzt wird, um drinnen etwas vorzubereiten, das später draußen einen Platz bekommt. Eine einfache Nisthilfe für Wildbienen ist dafür ideal. Solche Nisthilfen lassen sich gut aus Bambusröhrchen oder ähnlichen hohlen Pflanzenstängeln herstellen. Entscheidend ist, dass die Röhrchen sauber verarbeitet und glatt sind, damit die Tiere sie später annehmen können.

So geht's:
Benötigt werden eine leere Dose, ein kleines Holzgehäuse oder eine Schnur sowie eine Handvoll Bambusröhrchen. Die Röhrchen auf ungefähr acht Zentimeter Länge zuschneiden und darauf achten, dass die Öffnungen vorne glatt und nicht ausgefranst sind. Danach die Röhrchen dicht an dicht zusammenschnüren oder in die Dose bzw. das Gehäuse stecken, sodass alles festsitzt.

Wer mit Kinder bastelt, kann die Außenseite des Gehäuses noch bemalen oder mit Papier bekleben. Aufgehängt wird die Nisthilfe später drauBen an einem trockenen, sonnigen und windgeschützten Ort. Genau das macht den Reiz aus: drinnen basteln, draußen weiterwirken lassen.

4. Sommer in Gläsern: Kräutersalz oder Blütenzucker selber machen

Nicht jeder Regentag braucht großes Basteln Manchmal reicht eine einfache Idee, die schnell gelingt und am Ende sogar noch schön aussieht. Selbst gemachtes Kräutersalz oder Blütenzucker passt wunderbar in den Juni, weil jetzt viele Kräuter frisch und aromatisch sind. Gleichzeitig ist es eine Beschäftigung, die ruhig, kreativ und alltagstauglich ist.

So geht's:
Für ein einfaches Kräutersalz werden frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Thymian oder Rosmarin sehr fein gehackt und mit grobem Salz vermischt. Wichtig ist, dass die Kräuter möglichst trocken sind. Danach die Mischung auf einem Teller oder Backpapier ausbreiten und gut trocknen lassen, bevor sie in kleine Gläser gefüllt wird.

Für Blütenzucker funktioniert es ähnlich: Dafür eignen sich essbare Blüten wie etwa Gänseblümchen oder Rosenblätter, wenn sie sicher geeignet und unbehandelt sind. Die Blüten trocknen, mit Zucker mischen und anschließend in ein hübsches Glas füllen. Gerade mit kleinen Etiketten oder selbst gestalteten Anhängern wird daraus schnell ein kleines Geschenk oder einfach ein schöner Vorrat für die eigene Küche.

Das Schöne an dieser Idee: Sie ist einfach, saisonal und sieht am Ende auch noch nach etwas aus. Ein grauer Nachmittag bringt dann nicht nur Beschäftigung, sondern gleich etwas mit, das in der Küche noch lange Freude macht. red