Eine Frontscheibe kann sauber aussehen und trotzdem zum Problem werden. Vor allem dann, wenn die Sonne flach auf das Glas trifft. Gerade im Herbst steht sie auch zu typischen Fahrzeiten häufiger tief, und kleine Ablagerungen auf der Scheibe fallen plötzlich deutlich stärker auf.
Besonders unangenehm ist der Belag auf der Innenseite. Dort sammeln sich Staub, Ausdünstungen aus dem Innenraum und feine Rückstände. Bei gleichmäßigem Tageslicht bleibt davon oft wenig zu sehen. Trifft die Sonne flach auf die Scheibe, wird das Licht an diesen Partikeln gestreut. Konturen verlieren an Schärfe, Reflexionen wirken größer.
Der unsichtbare Film
Deshalb lohnt es sich, die Scheibe nicht nur außen zu reinigen. Wer nur durch die Waschanlage fährt oder die Frontscheibe außen abzieht, beseitigt oft nur die halbe Ursache.
Auch die Wischer zeigen ihren Zustand schnell, sobald Regen dazukommt. Staub und Ablagerungen an den Gummilippen werden dann über die Scheibe gezogen. Zurück bleiben Schlieren oder Bereiche, die nicht mehr sauber gewischt werden. Manchmal hilft eine gründliche Reinigung. Bleibt das Wischbild ungleichmäßig oder rubbeln die Blätter, sind sie verschlissen.
Schlieren im falschen Moment
Problematisch wird es, wenn Schmutz erst bei starker Blendung auffällt. Wird dann die Waschanlage betätigt, kann der Film kurzfristig noch breiter verteilt werden. Für einige Sekunden wird die Sicht schlechter statt besser.
Bei tief stehender Sonne zeigt sich, was bei höherem Sonnenstand kaum auffällt: Schon ein dünner Film auf der Scheibe kann das einfallende Licht stark streuen. Sauberes Glas und intakte Wischer sind deshalb gerade in den kommenden Monaten mehr als eine Frage der Optik.
