David Langner zwischen Alltag, Amt und Nilpferd Max in Koblenz

Im Gespräch über Familie, Lieblingsorte an Rhein und Mosel, sportlichen Ausgleich und das Leben als Oberbürgermeister einer Stadt mit starkem Zusammenhalt.

11. Juni 2026
David Langner zwischen Alltag, Amt und Nilpferd Max in Koblenz

Sportlicher Ausgleich: David Langner läuft regelmäßig und nimmt sich bewusst Zeit für Bewegung im Alltag. Foto: Stadt Koblenz / David Langner

Seit Kurzem ist David Langner in seine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister von Koblenz gestartet. Im Gespräch zeigt er sich nicht nur als Stadtoberhaupt, sondern auch als Familienmensch, Läufer, Katzenfreund und jemand, der seine Stadt mit großer Nähe betrachtet. Er erzählt von Spaziergängen an Rhein und Mosel, besonderen Momenten bei „Rhein in Flammen“, seinem Plüschnilpferd Max – und davon, warum Koblenz für ihn vor allem durch die Menschen geprägt wird. 

Herr Langner, Sie haben gerade Ihre zweite Amtszeit als Oberbürgermeister begonnen. Was macht Koblenz für Sie einzigartig im Vergleich zu anderen Städten und worin liegt der besondere Charme der Stadt?

Koblenz lebt von seinen beiden Flüssen: ruhig fließend und doch immer in Bewegung. Unsere historischen Bauwerke, die Seilbahn, die Natur machen diese Stadt lebenswert.

Die Menschen in Koblenz machen diese Stadt aus: Wir pflegen unsere Traditionen und sind offen für Neues, Lebensfreude und Zuversicht prägen uns, wir achten aufeinander – im besten Sinne. Zusammenhalt und Miteinander werden gelebt. 

Auch im Einsatz vor Ort: David Langner zeigt sich gerne nahbar und packt mit an. Foto: Stadt Koblenz / Andreas Egenolf
Auch im Einsatz vor Ort: David Langner zeigt sich gerne nahbar und packt mit an. Foto: Stadt Koblenz / Andreas Egenolf

Haben Sie einen Lieblingsort in Koblenz, an den Sie privat gerne gehen?

Es gibt zum Glück viele schöne Orte in Koblenz. Ich laufe gerne entlang an Rhein und Mosel, der Stadtwald bietet Ruheorte, in den Gassen und auf den Plätzen der Altstadt pulsiert das Leben. Für jede Stimmungslage findet sich der richtige Platz.

Wo können Sie in Koblenz am besten abschalten?

Zu Hause, bei meiner Partnerin, der Familie und unserem Kater. Beim Wein mit Freunden.

Wie verbringen Sie einen freien Sonntag in der Stadt?

Laufen gehen, mit der Familie frühstücken, lesen oder einen Ausflug unternehmen und abends für die Familie kochen.

Gibt es ein Café, Restaurant oder einen Platz, der für Sie eine besondere Bedeutung hat?

Es gibt zum Glück eine tolle und große Auswahl an Cafés und Restaurants in Koblenz. Im ehemaligen Café Miljöö habe ich viel Zeit in jungen Jahren verbracht. Da hängen natürlich Erinnerungen dran. Heute trifft man mich in verschiedenen Locations. 

Gibt es einen Lieblingsmoment im Jahreslauf, der für Sie typisch Koblenz ist?

Das Feuerwerk an Rhein in Flammen begleitet mich seit meiner Kindheit. Auch heute ist es ein besonderer Moment für mich, wenn die beleuchteten Schiffe den Rhein hinuntergleiten und das Feuerwerk bzw. mittlerweile die Drohnenshow starten. Gänsehautfeeling.

Wie schaffen Sie es, bei einem so fordernden Amt einen Ausgleich zu finden?

Ich nehme mir bewusst Zeit für Freunde und Familie, gehe gerne laufen und wandern. Wenn mir unser Kater abends an der Haustür entgegenkommt, macht mir das immer gute Laune.

Welche Rolle spielt Ihre Familie in Ihrem Alltag als Oberbürgermeister?

Eine ganz wichtige und zentrale. Meine Familie und auch meine Freunde kennen mich teilweise seit ich klein bin. Da bin ich nicht der Oberbürgermeister, sondern der David. Wir gehen offen und ehrlich miteinander um. 

Gibt es Hobbys oder Rituale, die Ihnen besonders wichtig sind?

Morgens laufen, abends im Bett noch etwas lesen und am Wochenende gerne wandern.

Welche Bedeutung haben Nilpferde in Ihrem Leben?

Meine Großmutter hat mir noch zu Schulzeiten ein Nilpferd aus Plüsch geschenkt. „Max“ begleitet mich bis heute und das Nilpferd ist sozusagen zu einem Wappentier geworden: Sie werden häufig unterschätzt.

Was würden viele Menschen über Sie vielleicht gar nicht vermuten?

Ich kann albern sein, aber auch furchtbar penibel und ordnungsliebend. 

Gibt es Begegnungen mit Bürgerinnen und Bürgern, die Sie besonders berührt haben?

Es gibt da viele Begebenheiten mit Menschen, die sich beeindruckend engagieren, oder die mir ihre Sorgen oder Anliegen schildern oder die sich einfach von Herzen für meine Unterstützung bedanken. Ich will für die Bürgerinnen und Bürger da sein und wenn das gelingt, bin ich glücklich.

Wann sind Sie besonders stolz auf Ihre Stadt?

Wenn wir sportliche Erfolge feiern und wir tolle Veranstaltungen auf die Beine stellen, die Menschen aus aller Welt begeistern. Außerdem können wir gemeinsam auf die vielen Ehrenamtlichen stolz sein, die so vielfältig in Koblenz wirbeln.

Wenn Sie Besuch von außerhalb bekommen: Was zeigen Sie zuerst?

Von Pfaffendorf kommend immer schon die Festung Ehrenbreitstein, um dort den Blick über die Stadt zu genießen. Danach mit der Seilbahn in die Altstadt.

Wie würden Sie Koblenz in drei Worten beschreiben?

Großstädtchen. Liebenswert. Erfolgreich. 

Was sollten Einheimische an ihrer eigenen Stadt wieder mehr schätzen lernen?

Dass wir in einer tollen und auch sicheren Stadt leben und viele Möglichkeiten haben, unsere Zukunft positiv zu gestalten.

Was möchten Sie selbst einmal rückblickend über Ihre Zeit als Oberbürgermeister sagen können?

David Langner hat zugehört, gehandelt und geholfen. Seine Entscheidungen waren vorausschauend und verständlich.