Nicht immer müssen es aufwendige Renovierungen sein. Oft sorgt bereits der kreative Einsatz von Farben und Formen für frischen Wind. Genau darauf setzen sogenannte Arch Walls: farbige Flächen in Form von Bögen, Kreisen oder klaren geometrischen Konturen. Schon die Bauhaus-Bewegung griff im frühen 20. Jahrhundert die Kraft klarer Linien und geometrischer Formen auf und machte sie zu ihrem Markenzeichen. Heute kehrt dieser Ansatz als Wandgestaltung zurück: als Möglichkeit, Räumen mehr Tiefe, Struktur und Charakter zu verleihen.
Torbögen, Dreiecke, Polygone oder Kreise – der Kreativität beim Zusammenspiel von Farben und Formen sind keine Grenzen gesetzt. Mit ihrer Vielfalt, klaren Linien und scharfen Kanten bringen geometrische Elemente eine neue Ordnung in jeden Wohnraum. „Geometrisches Wanddesign ist wie ein architektonischer Eingriff mit dem Pinsel“, erklärt die Interior Designerin und TV-Moderatorin Eva Brenner: „Mit klaren Formen und gezielten Farbakzenten schaffen wir neue Perspektiven, betonen Lieblingsbereiche und holen uns Frische ins Zuhause.“ Durch gezielt eingesetzte Farbflächen entsteht auf diese Weise eine neue Raumwirkung. Tipp: Mit Malerkrepp lassen sich Formen zunächst auf der Wand testen, bevor sie final ausgemalt werden.
Wer mit Arch Walls arbeitet, sollte vorab die Proportionen des Raumes prüfen. Denn die Wirkung, die von geometrischen Formen ausgeht, kann sehr unterschiedlich sein. Rundbögen zum Beispiel können über bestehende Bauelemente hinausführen und den Raum optisch vergrößern. Vertikale Konturen strecken einen Raum und lassen ihn höher wirken, während horizontale Formen die Breite betonen. Ein harmonisches Farbkonzept verstärkt die Wirkung. Die Farbtöne lassen sich zudem in Heimtextilien, Sofakissen und Accessoires aufgreifen. So ergibt sich ein stimmiges, geometrisch geprägtes Zusammenspiel von Fläche, Farbe und Raum. djd
