Nicht immer muss es die große Tour sein. Oft genügt ein freier Nachmittag, ein überschaubarer Rundweg und die Aussicht auf frische Luft, Landschaft und eine Pause mit schönem Blick. Genau dafür sind die „Kleinen Wäller“ gedacht. Die Wege sind zwischen zweieinhalb und acht Kilometern lang und damit gut geeignet für Familien, Gelegenheitswanderer und alle, die Natur ohne lange Vorbereitung genießen möchten. Statt sportlichem Ehrgeiz stehen hier kleine Erlebnisse, abwechslungsreiche Landschaften und ein leichtes Unterwegssein im Mittelpunkt.
Ein stiller Einstieg am Oberroder Knoten
Ein besonders stimmiges Beispiel ist der Kleine Wäller am Oberroder Knoten. Die leichte Runde führt durch Wald und Wiesen rund um die Basaltkuppe und bietet weite Blicke über den Westerwald. Picknickmöglichkeiten und kleine Naturbeobachtungen unterwegs machen den Reiz dieser Strecke aus. Gerade für einen spontanen Ausflug oder eine entspannte Runde am späten Nachmittag ist das eine schöne Adresse.
Viele Wege, viele kleine Charaktere
Reizvoll an den „Kleinen Wällern“ ist, dass die Wege trotz ihres gemeinsamen Grundgedankens ganz unterschiedlich ausfallen. Manche führen an Bächen entlang, andere durch Dörfer, über Wiesen oder zu Aussichtspunkten. Dazu kommen Routen, die mit Themen, Geschichten oder Naturstationen arbeiten und damit besonders für Familien spannend werden. So wird aus dem kurzen Weg oft mehr als nur ein Spaziergang.
Familienfreundlich unterwegs
Besonders gut zeigt das der Kleine Wäller Zwergenweg 2 in Rengsdorf. Die rund 4,5 Kilometer lange Runde trägt den Titel „Fledermaus im Laubachtal“ und verbindet Natur mit kleinen Erlebnisstationen. Unterwegs warten eine Fledermaushöhle, Infotafeln und Naturstationen entlang des Laubachs, dazu kommt ein Spielplatz. Auch eine Einkehr ist möglich. Das macht die Strecke zu einer Runde, bei der Kinder unterwegs immer wieder etwas entdecken können.


Wasser, Felsen und duftende Gärten
Ebenfalls rund 4,5 Kilometer lang ist der Kleine Wäller Schwarze Nister bei Bad Marienberg. Der Weg wird vom gleichnamigen Flüsschen begleitet und führt durch das Naturschutzgebiet Bacher Lay. Besonders markant ist dort die Basaltwand, die der Strecke einen eigenen landschaftlichen Akzent gibt. Zurück in Bad Marienberg wartet mit dem Park der Sinne noch eine schöne Verlängerung des Ausflugs – mit Barfußweg und Apothekergarten. So verbindet diese Runde Natur, Bewegung und kleine Wohlfühlmomente auf angenehme Weise.
Sagenhaft durchs Mehrbachtal
Eine ganz eigene Atmosphäre hat der Kleine Wäller Sagenweg im nördlichen Westerwald. Ab Mehren führt er auf rund 4,6 Kilometern durch das Mehrbachtal und greift unterwegs regionale Sagen auf – von Boller Mosch über die weiße Frau bis zur verschwundenen Burg Mehren. Nach einem kurzen Anstieg geht es auf schattigen Wegen am Mehrbach entlang. Dazu kommen mit der Pfeilerbasilika aus dem 12. Jahrhundert und dem alten Kerker „Bulles'Je“ zwei Stationen, die dem Weg zusätzlich geschichtlichen Reiz verleihen. Gerade für Familien und alle, die unterwegs gern kleine Geschichten mitnehmen, ist das eine besonders schöne Route.
Naturgenuss ohne große Vorbereitung
Gerade darin liegt die Stärke der „Kleinen Wäller“: Sie machen es leicht, einfach loszugehen. Mal stehen Aussicht und Ruhe im Mittelpunkt, mal Wasser, Bewegung oder kleine Themen am Weg. So entsteht eine Sammlung von Touren, die den Westerwald auf entspannte Weise zugänglich macht und zeigt, wie viel Abwechslung schon auf kurzen Strecken stecken kann. red
Info
Die Touren sind zwischen 2 und rund 8 Kilometer lang.
Eine Übersicht über alle Wege, Startpunkte und GPS-Daten gibt es online unter www.westerwald.info/spazierwanderwege
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