Kaum ist die Kaffeetafel gedeckt, ziehen Wolken auf. Wetterumschwünge können die Zeit auf der Terrasse schnell beenden. Mit einer passenden Überdachung lässt sich der Außenbereich deutlich flexibler nutzen.
Viele Ausführungsarten
Die klassische Terrassenüberdachung ist das einfache Pultdach, das an der Hauswand befestigt ist und vorn meist von zwei Stützen gehalten wird. Ist es zusätzlich mit einer Beschattung, etwa einer Markise, versehen, erfüllt es die Grundanforderungen an Regen- und Sonnenschutz. Für mehr Komfort sorgt eine Festverglasung, die an der Wetterseite montiert wird und vor seitlich einfallendem Regen und Wind schützt. Ist die Überdachung vollständig von Seitenelementen eingefasst, spricht man von einem Kaltwintergarten. Dieser ist nicht zur Beheizung vorgesehen, kann sich durch einfallende Sonnenstrahlen aber aufwärmen. Das Glashaus wiederum ist mit transparenten Ganzglas-Schiebetüren ausgestattet, die im Sommer komplett geöffnet werden können. Die Elemente schließen zwar weniger dicht als im Kaltwintergarten, verlängern die Freiluftsaison trotzdem deutlich.
Erweiterungen für mehr Wohnkomfort
Für den gläsernen Anbau sind viele Erweiterungen möglich. Ein Wintergarten in Wohnraumqualität ist ganzjährig nutzbar – auch während frostiger Wintertage oder einer Hitzewelle. Voraussetzung hierfür sind Wärme- und Sonnenschutz, Beschattung, Belüftung und Beheizung. Die Lösungen reichen von einfachen, manuell betriebenen Systemen bis hin zu vollautomatisch gesteuerten Anlagen. „Wenn es um die Ausrichtung des Anbaus und die Auswahl der Materialien geht, ist ein Fachbetrieb mit einschlägiger Erfahrung gefragt“, erklärt Peter Ertelt, Vorsitzender des Bundesverbandes Wintergarten. Doch woran lässt sich erkennen, ob ein Betrieb tatsächlich über die erforderliche Erfahrung verfügt?
Sicherheit durch Zertifizierung
Ein vom Bundesverband eingeführtes Zertifizierungssystem dokumentiert die Kompetenz eines Fachbetriebs. Produktmanager Markus Weinmann weiß: „Die Zertifizierung gibt den Kunden die Sicherheit, die sie brauchen. Sie können darauf vertrauen, dass sie auf einen Betrieb treffen, der solide und vor allem langlebige Handwerksqualität garantiert.“ Beim Qualitätstest wird zunächst das zum Einsatz kommende Profilsystem getestet. Danach folgen Zertifizierungen für die Bereiche Planung, Fertigung und für die Montage vor Ort. Fachseminare für die Bereiche Planung und Montage müssen nach spätestens fünf Jahren wiederholt werden, damit stets der Stand der Technik gewährleistet ist. djd
