Rosenmontag als Herzstück der Rheinböllener Fastnacht

Der Umzug 2026 steht für gelebte Tradition, starkes Ehrenamt und eine Fastnacht, die Generationen verbindet

01. Januar 1970
Rosenmontag als Herzstück der Rheinböllener Fastnacht

Der Elferrat des Rheinböllener Carneval-Vereins mit Prinzenpaar und Kinderprinz bei der Prunksitzung - geschlossen und gut gelaunt auf der Bühne, die Hand zum närrischen Gruß erhoben. Foto: Christian Weber

Bunte Wagen, Musik, tausende Besucher und ein Ortskern im Ausnahmezustand - der Rosenmontagszug in Rheinböllen ist der emotionale Höhepunkt der Session 2026. Am Montag, 16. Februar, setzt sich der närrische Lindwurm um 14.11 Uhr in der Steinstraße in Bewegung und zieht über Markt- und Bahnhofsstraße bis zum ZOB. Elferrat, Garde und das Prinzenpaar bilden traditionell den Abschluss eines Zuges, der für viele in Rheinböllen weit mehr ist als ein Programmpunkt: Er ist das sichtbare Zeichen einer lebendigen Fastnachtskultur.

Kinderprinz Friedrich I. und Kinderprinzessin Julia I. in ihren Ornaten - die jüngsten Tollitäten der Session 2026 stehen für die lebendige Nachwuchsarbeit des RCV. Foto: Tim Gehres
Kinderprinz Friedrich I. und Kinderprinzessin Julia I. in ihren Ornaten - die jüngsten Tollitäten der Session 2026 stehen für die lebendige Nachwuchsarbeit des RCV. Foto: Tim Gehres

Dass der Zug in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann, war lange nicht selbstverständlich. Zeitweise fehlten die ehrenamtlichen Kräfte, um die verantwortungsvolle Aufgabe der Zugorganisation zu übernehmen. Erst ein öffentlicher Aufruf und die Bereitschaft zweier engagierter Rheinböllener, ein neues Organisationsteam zu bilden, retteten die Veranstaltung. Damit wurde der Rosenmontagszug zugleich zum Symbol für Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement.

Am Straßenrand mischen sich Laufgruppen aus Kindergarten und Jugendräumen mit Tanz- und Sportgruppen aus Rheinböllen und den Nachbarorten. Viele Wagen bleiben nach dem Zug noch stehen, Musikboxen werden zusammengeschaltet, die Feier verlagert sich nahtlos vom Zug in eine große Straßenparty. Im Löwentreff in der Schulstraße setzt sich das närrische Treiben mit Musik, Speisen und Getränken fort.

Im Mittelpunkt der Session stehen auch die Tollitäten. Prinz Andreas II. und Prinzessin Christiane III. stammen aus den eigenen Reihen des Rheinböllener Carneval-Vereins und sind seit Jahren aktiv auf der Bühne und im Vereinsleben. Dass auch ihre Kinder in den Tanzgruppen des RCV stehen, unterstreicht den familiären Charakter der Rheinböllener Fastnacht. Mit Kinderprinz Friedrich I. und Kinderprinzessin Julia I. wird zudem eine lange Tradition fortgeführt, die den Nachwuchs früh in das närrische Geschehen einbindet. Stolz ist der Verein vor allem auf seine Jugendarbeit. Fünf Showtanzgruppen und eine Garde trainieren ganzjährig, die Nachfrage ist hoch, der Nachwuchs sichtbar präsent - auf der Bühne, beim Umzug und im gesamten Stadtbild während der Session.

So wird der Rosenmontag 2026 in Rheinböllen nicht nur zum närrischen Höhepunkt, sondern auch zum Ausdruck einer Gemeinschaft, die ihre Fastnacht mit Herzblut, Engagement und über Generationen hinweg trägt. red