Die Wohnung herbstsicher machen

So lassen sich Sturzgefahren verringern

04. September 2026
Die Wohnung herbstsicher machen

Nasse Schuhe und Rollatorreifen hinterlassen im Eingangsbereich schnell glatte Spuren. Ein gut beleuchteter, freier Weg beugt Stürzen vor. Foto: OpenAl/ChatGPT

An einem regnerischen Herbstnachmittag kommt die Nässe mit ins Haus. Sie haftet unter den Schuhen und an den Rädern des Rollators. Auf Fliesen oder Laminat bleibt eine feuchte Spur zurück, die im dunklen Flur leicht übersehen wird. Für ältere Menschen kann so ein vertrauter Weg unsicher werden. 

Platz zum Ankommen

Schon an der Haustür zeigt sich, ob der Eingangsbereich zum Alltag seines Bewohners passt. Lässt sich der Rollator ohne umständliches Rangieren durch die Tür schieben? Bleibt genug Platz, um ihn abzustellen und die Bremse festzustellen? Wer anschließend die Schuhe wechseln möchte, sollte sich setzen können, statt an der Wand oder einem leichten Möbelstück Halt zu suchen. 

Eine Schmutzfangmatte nimmt Feuchtigkeit auf. Dafür muss sie fest und eben liegen. Verrutscht sie unter den Rädern oder hebt sich eine Ecke, wird sie selbst zum Hindernis. Auch eine schnell erreichbare Ablage kann helfen: Tasche und Schlüssel sind aus der Hand, bevor die nassen Schuhe ausgezogen werden. 

Mitunter wird der Rollator nur draußen verwendet. Dann sollte der Wechsel ohne unsichere Schritte gelingen. Eine feste Sitzgelegenheit oder eine zweite Gehhilfe in der Wohnung kann sinnvoller sein als der Versuch, sich an Möbeln entlangzuhangeln. 

Der Flur braucht früher Licht

Im Sommer fällt kaum auf, dass der Eingangsbereich schlecht beleuchtet ist. Im Herbst fehlt das Tageslicht bereits am Nachmittag. Ein Bewegungsmelder hilft nur, wenn er anspringt, bevor der dunkle Flur betreten wird. Das Licht muss zudem lange genug an bleiben, damit niemand plötzlich im Dunkeln steht.

Eine einzelne grelle Lampe ist nicht unbedingt die beste Lösung. Sie kann blenden und harte Schatten werfen. Ältere Augen kommen mit gleichmäßigem Licht besser zurecht. Boden, Schwellen und Türrahmen sollten gut zu erkennen sein. 

Ob das gelingt, zeigt sich zu der Uhrzeit, zu der der Weg tatsächlich genutzt wird. Ein Rundgang am hellen Vormittag sagt wenig darüber aus, welche Stelle am späten Nachmittag im Schatten liegt. 

Mitarbeitern eines ambulanten Pflegedienstes oder pflegenden Angehörigen fallen solche Veränderungen bei ihren Besuchen häufig rechtzeitig auf. Sie sehen, wo ein Bewohner plötzlich Halt sucht oder ein vertrauter Handgriff Mühe bereitet. Oft braucht es keinen Umbau. Schon ein anderer Platz für die Gehhilfe oder besseres Licht kann den Weg von der Haustür sicherer machen.